Eine Fabel von Ambrose Bierce
Satire für ältere Leser

Die Bevölkerung von Madagonia hegte eine tiefe Abneigung gegenüber den Bewohnern von Novakatka. Diese Feindseligkeit gipfelte in einem Angriff auf eine Gruppe von Seeleuten eines Novakatkan-Schiffes, bei dem zwei Seeleute getötet und zwölf weitere verletzt wurden. Als Reaktion auf diese Gewalttat weigerte sich der König von Madagonia, sich zu entschuldigen oder Entschädigung für die entstandenen Verluste zu leisten.
Folglich erklärte der König von Novakatka Madagonia den Krieg und behauptete, es sei zwingend notwendig zu demonstrieren, dass Novakatkaner nicht ohne Konsequenzen abgeschlachtet werden dürften. Die darauffolgenden Schlachten waren brutal, wobei die Madagonianer es schafften, zweitausend Novakatkaner zu töten und zwölftausend weitere zu verletzen.
Trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit waren die Madagonianer letztendlich erfolglos in dem Konflikt. Diese Niederlage hinterließ sie zutiefst beschämt, und infolgedessen verstärkte sich die Feindseligkeit gegenüber den Novakatkanern nur noch. Von diesem Zeitpunkt an war kein Novakatkaner mehr in Eigentum oder Leben in den Ländern von Madagonia sicher.
Die Moral der Geschichte ist, dass das Hegen von Hass und das Ausüben von Gewalt verheerende Folgen für alle Beteiligten haben kann, was einen Kreislauf von Leid und Unsicherheit aufrechterhält.
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